Mit der 26. CoBeLVO wurde in Rheinland-Pfalz ein Warnstufensystem für die Festlegung von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 eingeführt.

Der neue Warnwert setzt sich künftig zusammen aus

– der Sieben-Tage-Inzidenz,

– dem Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Wert und

– dem Anteil der mit COVID-19-Erkrankten belegten Intensivbetten.

Er reicht von Stufe 1 bis Stufe 3.

Die aktuellen Werte dieser drei Leitindikatoren werden auf der Internetseite der Landesregierung (www.corona.rlp.de) veröffentlicht.

Werden zwei von drei Leitindikatoren an drei aufeinander folgenden Werktagen überschritten, so wird der Landkreis oder die kreisfreie Stadt die Warnstufe ausrufen.

Was bedeutet Notbetreuung?

Gemäß der beschlossenen “Bundesnotbremse” und dem momentanen Inzidenzwert der Stadt Frankenthal (3 Tage höher als 165), muss der Kindergarten, bis auf weitere Anweisung der Stadt, in die Notbetreuung wechseln. Es dürfen nur Kinder bei dringendem Betreuungsbedarf gebracht werden (z.B. beide Eltern arbeiten und können nicht selbst betreuen). Eine Arbeitgeberbescheinigung, wie beim 1. Lockdown notwenig, wird dieses Mal nicht benötigt. Es wird aber dringend appelliert, die Notbetreuung nur in Anspruch zu nehmen, wenn diese wirklich benötigt wird!

Bleibt die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 165, treten die Maßnahmen am übernächsten Tag wieder außer Kraft, so sieht es das Gesetz vor.

Was bedeutet Regelbetrieb nach Corona-Bedingungen?

Das bedeutet, dass die Kinder ihre Kita grundsätzlich so besuchen können, wie sie es kennen. Zugleich müssen die Hygienemaßnahmen weiterhin bestmöglich umgesetzt und konsequent eingehalten werden. Ebenso sollen weiterhin größere Durchmischungen vermieden werden.

Unter Umständen und je nach Situation vor Ort kann es auch zu Einschränkungen in den Bring- und Holsituationen bzw. – zeiten der Kinder kommen. Beispielsweise, weil in den Randstunden der Betreuungszeit, etwa ganz früh morgens oder am späten Nachmittag* sonst größere Durchmischungen stattfinden müssten. Derartige Einschränkungen müssen im Einvernehmen zwischen Träger, Leitung und Elternausschuss beschlossen werden. Es ist gut und wichtig, wenn die Beteiligten vor Ort gemeinsam ins Gespräch gehen. Sie kennen die individuellen Gegebenheiten, sodass auf diese Weise die beste Lösung im Sinne aller Beteiligten gefunden werden kann – im Sinne der Kinder, ihrer Eltern, der Beschäftigten und der Träger.

*(bei uns z.B. die Nachmittagsbetreuung)

 

Können Kinder in den Kindergarten, wenn diese Erkältungs-/ oder Krankheitssymptome zeigen?

Es gilt, COVID-19 aus den Kitas fernzuhalten, um eine Gefährdung aller Beteiligten und eine Ausbreitung des Infektionsgeschehens zu verhindern.

Hinweise dazu, wer nicht in die Kita darf, finden sich jeweils in der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes, die hier nachgelesen werden kann. Dort heißt es aktuell:

  • „Personen, die bereits mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind oder in häuslicher Gemeinschaft mit infizierten Personen leben, müssen dem Einrichtungsbetrieb fernbleiben. […] Personen müssen dem Einrichtungsbetrieb fernbleiben, wenn sie mit Kontaktpersonen der Kategorie I nach der Definition durch das Robert-Koch-Institut in einem Haushalt leben und diese Kontaktpersonen selbst auch eine Symptomatik einer COVID-19-Erkrankung aufweisen.“ (§ 13 Abs. 3 CoBeLVO)
  • Darüber hinaus findet für Kitas die Regelung des § 1 Abs. 1 Satz 7 CoBeLVO Anwendung. In diesem Satz heißt es: „Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion (insbesondere Husten, Erkältungssymptomatik, Fieber) sollen möglichst zu Hause bleiben; ihnen ist im Regelfall der Zutritt zu Einrichtungen, Veranstaltungen und Versammlungen zu verwehren.“

Das bedeutet, dass ein Kind zu Hause bleiben muss, wenn

  • es unter einem Infekt mit nur schwachen Symptomen leiden (z. B. leichter Schnupfen, leichter/gelegentlicher Husten). Erst wenn der Allgemeinzustand nach 24 Stunden gut ist und keine weiteren Krankheitszeichen dazugekommen sind, darf die Kita oder die Schule wieder besucht werden. Weiteres ist im Merkblatt ausgeführt.
  • es selbst nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert ist,
  • es in einem Haushalt mit einer nachweislich infizierten Person lebt (z.B. Eltern oder Geschwister),
  • es in einem Haushalt mit einer Person lebt, die Kontaktperson der Kategorie I ist und Symptome einer Corona-Erkrankung zeigt (z.B.: Vater, Mutter, Bruder oder Schwester, die auch zu Hause leben, ist Kontaktperson der Kategorie I einer infizierten Person und zeigt nun selbst Symptome – dann darf das Kind nicht in die Kita).

Was ist zu tun, wenn bei einem Kind oder einer Betreuungsperson der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht?

Informationen hierzu gibt es auf der Themenseite „Was tun bei Corona-Verdacht?“.

Aufgrund der Coronavirus-Meldepflichtverordnung ist darüber hinaus sowohl der Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von COVID-19 Fällen in Kindertageseinrichtungen dem Gesundheitsamt zu melden.

Der Träger einer Kita hat eine mögliche oder bestätigte Infektion mit dem Coronavirus zudem dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als Betriebserlaubnisbehörde zu melden.

Da wir als Kindergarten somit auch in der Meldepflicht stehen, bitten wir um umgehende Mitteilung der Eltern, sollte ein Verdachtsfall beim Kind oder im elterlichen Umfeld bestehen!

Wie ist damit umzugehen, wenn sich die Corona-Infektion bestätigt hat?

In diesem Fall sind das Gesundheitsamt und der Träger zu informieren, die die weiteren Maßnahmen treffen. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat für die Meldung an das Gesundheitsamt einen Meldebogen zur Verfügung gestellt, der auf dieser Seite zum Download zur Verfügung steht.

Der Träger einer Kita hat eine mögliche oder bestätigte Infektion mit dem Coronavirus zudem dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als Betriebserlaubnisbehörde zu melden.

Grundsätzlich müssen Personen, die mit der erkrankten Person in der Kita Kontakt hatten, in Quarantäne. Ob eine Gruppe oder die ganze Kita geschlossen werden muss, wird das Gesundheitsamt im Einzelfall entscheiden.

Gibt es eine Maskenpflicht im Kindergarten?

Für Kinder unter 6 Jahren gilt – wie ganz grundsätzlich im Alltag – keine Maskenpflicht.

Abweichend von der weiteren Alltagsregelung müssen auch Kinder über 6 Jahre, die noch die Kita, aber nicht die Schule besuchen, keine Masken tragen.

Jugendliche und Erwachsene

Für Jugendliche und Erwachsene im Kita-Betrieb gilt grundsätzlich die Maskenpflicht. Dies gilt auch für Eltern, wenn sie ihre Kinder bringen und abholen. Dabei sind medizinische Masken oder Masken der Standards KN95/N95, FFP2 oder vergleichbaren Standards zu tragen, keine einfachen Alltagsmasken.

Die neue Regelung des Landes Rheinland-Pfalz sieht nun vor, dass künftig das Tragen von medizinischen Masken oder Masken der Standards KN95/N95, FFP2 oder vergleichbaren Standards grundsätzlich in allen Situationen des Kita-Alltags bei den Mitarbeitern ab Eintreten der Warnstufe 3 verpflichtend ist. 

Ausnahmen von der Maskenpflicht nach § 1 Abs. 4 Nr. 2 und 3 der CoBeLVO gelten weiterhin. Dies betrifft u.a. Personen, die wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.  

Es ist darauf zu achten, dass regelmäßige Maskenpausen eingelegt werden können; dabei sind die weiteren Hygienemaßnahmen, insbesondere Abstände und Lüften, einzuhalten.